| Pai - es ist echt heiss |
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| Montag, den 16. März 2009 um 08:27 Uhr |
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Wir sind inzwischen seit mehr als drei Wochen in Pai - und vieles ist so wie wir es uns gewünscht haben, manches aber auch das glatte Gegenteil. Aber wir versuchen das Beste daraus zu machen und genießen unsere Zeit hier. Wir entspannen viel und helfen Freunden bei der Gestaltung ihrer Speisekarten, geben reichlich Kochtipps (Farrang-Speisen betreffend natürlich) und auch sonst wird es uns nicht langweilig. Wenn doch nur das Wetter besser wäre - und das ist jetzt nicht so gemeint wie das neurotische Wetter-Jammern der Deutschen oder Engländer sondern in diesem Fall aus gesundheutlichen Gründen durchaus angebracht. Am 20. Februar sind wir in Pai angekommen, direkt bei unseren Freunden im Guesthouse Pai Chan eingefallen und seitdem genießen wir das gleiche tolle Zimmer (mit Ausblick) wie im vergangenen Jahr, den erfrischenden Pool und natürlich das umwerfende Essen. Von dem tollen Essen gibt es auch viele Bilder in der Galerie. Der beste Beweis für die Qualität des Essens hier ist, dass wir normalerweise in Thailand spätestens alle paar Tage zum Abendessen etwas westliches brauchen. Hier waren wir in drei Wochen nur einmal auswärts essen. Italienisch um genau zu sein und es war so gruselig, dass wir seitdem wieder nur hier abendessen!:) Oder habt ihr schon mal Ravioli gegessen, für die man den selben Teig verwendet hat wie für den Pizzateig? Oder Gnocchi die eher nach Kartoffelbrei schmecken? Faszinierend, wofür man macherorts Geld verlangen kann. Nenene... Aber zurück zu unserer Gourmet-Verpflegung, Bilder davon sind auch online. Wir müssen noch nicht mal sagen, was wir möchten, es sei denn wir wünschen uns etwas. Aber in der Regel stehen abends einfach drei bis fünf verschiedene Gerichte auf dem Tisch und es heisst schlemmen - nicht schlecht, oder? Nachdem wir auch wieder in der Küche mitkochen haben wir natürlich auch schon wieder einiges gelernt, was es an Tricks und Kniffen zu beachten gibt. Ihr könnt euch also auch schon auf neue Speisen freuen. Es ist aber nicht so, dass wir nur bekocht werden und lernen, wir werden auch viel um Rat befragt was die Gestaltung der Speisekarten oder die Zubereitung gewisser Speisen angeht. Wir haben hier im Pai Chan z.B. eine neue Speisekarte geschrieben und ein Buffet-Abend eingeführt, damit auch andere Gäste in den Genuss des Essens kommen (obwohl wir nur ungern teilen:)), normal wird ja hier abends nur für Freunde gekocht. Ihr seht, wir machen uns auch nützlich.:) Ja, Pai ist eigentlich wie immer und doch total verändert. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass Pai dank diverser Werbeprogramme zu DER Touristenatraktion für Thais geworden ist, die dann von November bis Ende Januar hier einfallen. Erkennen kann man das unter anderem an den vielen neuen Hotels, die den Rest des Jahres kaum belegt sind. Aber über den "eigenartigen" Urlaubsstil der reichen Bangkoker haben wir ja im vergangen Jahr schon viel geschrieben. Wir sind auf jedem Fall froh, dass wir zu der Zeit dieses Jahr nicht da waren:) Jetzt ist alles recht entspannt und ruhig. Dann wäre die der Umstand, dass viele von unseren Freunden nich tmehr hier wohnen bzw. dieses Jahr nicht vorbeigekommen sind. Das trifft vor allem auf Jim und Lyn zu, die ja quasi unsere ersten und ältesten Freunde hier sind - und die wir diesmal gar nicht gesehen haben, weil sie seit Mitte Januar in Malaysia waren und jetzt in England sind. Na ja, ein Grund mehr im Sommer mal nach England zu fahren. Aber irgendwie fehlt damit auch einiges, denn neben den beiden fehlen noch einige unserer Vertrauten. Es gibt auch einige Bars nicht mehr, weshalb wir meistens schon um Mitternacht rum daheim sind, was ja früher anders war. Aber die neuen Bars sind entweder Sauflöcher für 18-jährige oder anderweitig komisch. Aber na ja, so sparen wir Geld und gesünder ist es auch!:) Ansonsten haben wir viel Spaß hier im Pai Chan und toben viel mit Gin und Lola (Töchter von Freunden) im Wasser rum und nutzen die Zeit mal sinnvoll, mal faulenzend.:) Wir waren auch auf der Feier zum Schuljahresende von Gin, zu der Stärke der Schminke kann sich jeder selbst seine Meinung bilden, die Kleine ist sieben.:) Das ganze Event war, na ja sagen wir typisch thailändisch!:) Aber es waren schon sehr niedliche kleine Prinzessinnen auf der Bühne zu sehen! Wir sind am Anfang auch regelmässig gejoggt und geschwommen, wobei Schwimmen eher auf Vici zutrifft, Chris hat nach 10 Minuten völlig fertig aufgegeben. Leider mussten wir das alles aufgrund der schlechten Luft abbrechen. Das Abbrennen der Felder und der Wälder in Thailand ist eigentlich mittlerweile verboten, es hält sich aber praktisch niemand daran. Zum Teil ist es Gewohnheit oder Faulheit, aber der Hauptgrund ist das Verwenden der Asche als Düngemittel und die Tatsache, dass besondere Gemüse- und Pilzearten nach dem Abbrennen besser wachsen. Eine direkte Gefahr droht uns nicht, da nur das Unterholz brennt und mit Feuerschneisen alles relativ kontrolliert abläuft, was auch gut ist, denn es gibt hier quasi keine Feuerwehr. Aber für alle Menschen in Nordthailand bedeutet das: Masken tragen wann immer es geht und bloss keine unnötigen Atemzüge machen, sprich Sport wäre hier wirklich mal Mord. Die Sichtweite betrug noch ein paar hundert Meter, uns brannten die Augen und Nasen und viele haben richtige Raucherhusten (ohne zu rauchen), Vici inklusive. Nachts waren die Hügel um Pai mit roten Flammenstreifen durchzogen und die Sonne schaffte es frühestens Mittags durch den Smog. Es macht wirklich gar keinen Spass und viele Familien sind abgereist bzw. für einen längeren Aufenthalt in den Süden geflüchtet, auch die hier lebenden Familien (zumindest die, die es sich leisten können). Wir haben auch schon ernsthaft überlegt für ein paar Wochen zu verschwinden (und das soll was heissen, an einen Abschied aus Pai zu denken), uns dann aber dagegen entschieden und stattdessen auf Regen gehofft. Im Radio und der Zeitung wurde berichtet, dass Thailand versucht künstlich Regen zu erzeugen, es aber noch nicht den gewünschten Erfolg bringt. Vorgestern sind dann Tag und Nacht vier Army Helikopter über uns gekreist, worauf ein Thai-Freund meinte, dass sei gut, denn dadurch bekämen wir wenigstens Wind den der Helikopter mit seinen Blättern erzeugen würde. Wir wollten es erst nicht glauben aber siehe da, nach einer Stunde, heftiger Wind den ganzen Tag. Was man hier noch alles lernen kann!:-) Spaß beiseite, erlöst wurden wir dann aber vorgestern von Mutter Natur, es hat geregnet, das erste Mal seit Monaten und dann gleich die ganze Nacht durch, der Strom war natürlich damit auch wieder einige Stunden weg und wir hatten einen romantischen Abend bei Kerzenlicht. Erst heute Nachmittag hat es wieder aufgeklart und seit langem kann man nun das erste mal wieder tief durchatmen, herrlich.:-) Nun stehen uns wieder alle Möglichkeiten offen und es bleibt nur zu hoffen, dass nicht nochmal mit dem ganzen Mist von vorne angefangen wird. Denn ein Nebeneffekt des Abbrennens ist, dass die Touristen wegbleiben und der Ort ziemlich ruhig ist, was uns zwar nur recht ist, denen die ihr Geld mit Touristen verdienen aber ganz und gar nicht. Ansonsten haben wir heute auch neue Haarschnitte bekommen, war auch echt an der Zeit. Unser Glück ist, dass Lindsay und Joe, zwei englische Friseure, mit ihrer Ausrüstung angerückt sind. Also wurden heute alle geschnitten, die das ausnutzen wollten. Jetzt schauen wir wieder manierlich aus, ganz ohne uns den Gefahren der Thai-Friseure aussetzen zu müssen.:) Tja, so schauen die nächsten Wochen wohl aus, wir werden viel Sport machen (haben ja was nachzuholen), Vici hat ne tolle Yogaschule gefunden, bei der zwei Stunden nur vier Euro kosten, das muss natürlich genutzt werden. Vielleicht wird auch noch ein Massagekurs belegt, mal sehen. Um den achten April rum werden wir dann einen Visa-Run nach Burma machen, über Chiang Mia werden wir an den nördlichsten Punkt Thailands fahren nach Mae Sai und nach Burma rüberhüpfen und wieder zurück. Dann geht es auch wieder zurück nach Pai, um dort unsere letzte Woche zu genießen und Sonkran (thailändisches Neujahr) zu feiern.
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